Corona-Brief 8 – Hochfest "Verkündigung des Herrn"

Gedanken zum Hochfest „Verkündigung des Herrn“

Es sind jetzt genau 9 Monate bis Weihnachten. Wenn man es also ganz biologisch betrachtet und Jesus als ganz normaler Mensch auf die Welt kommt, dann muss da neun Monate vorher etwas passiert sein.

Aber ich glaube, das ist nicht das Hauptsignal, das von diesem Hochfest ausgehen sollte. Denn für mich ist etwas anderes wichtig. Vom Kirchenjahr stehen wir in der Fastenzeit – in der österlichen Bußzeit. Wir sind kurz vor den Tagen, an denen wir uns an das Leiden und Sterbens Jesu erinnern. So fühlen wir vielleicht im Moment uns auch eher an Sterben und Tod erinnert.

Aber als Christinnen und Christen sind wir auf das Leben ausgerichtet. So sehen wir schon heute, wenn wir nach vorne schauen, dass neues Leben entstehen wird. Dass Gott Mensch werden will in unserer Mitte und in unserem Leben.

Viele meiner Freunde und Freundinnen haben vor nicht all zu langer Zeit ein Kind bekommen und sind überglücklich über dieses neue Leben. Und vor allem dankbar! Das sind für mich große Hoffnungszeichen.

Ein früherer Pfarrer von Schönenberg sagte gern: „Man muss alles von Ostern her sehen.“

Vielleicht lautet das heute am Hochfest „Verkündigung des Herrn“: Man muss alles auf Weihnachten hin sehen!

Auf dieses neue Leben richten wir uns aus. In dieser Hoffnung leben wir!

Gottes reichen Segen.


P. Jens Bartsch

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